Jan Hartwich Norddeutscher-Juniorenmeister, Lina Timm und Jana Reimchen Norddeutsche-Vizejahrgangsmeister

Mit den Norddeutschen und Süddeutschen Meisterschaften standen bundesweit die zweithöchsten schwimmerischen Titelkämpfe am vergangenen Wochenende auf dem Programm.

Nahezu 1000 Schwimmer kamen am Freitag bis Sonntag (03.-05.05.2019) zu diesem wichtigen Saisonhighlight in Magdeburg zusammen, um die besten norddeutschen Athleten auszumachen. Der Norddeutsche Schwimmverband begrüßte 155 Vereine aus allen norddeutschen Schwimmverbänden und organisierte in Zusammenarbeit mit dem SC Magdeburg e.V. einen vorbildlichen Wettkampfablauf auf der 50 m Bahn.

Der Celler SC entsendete 8 Sportler, die sich im Vorfeld durch strenge Normzeiten qualifizierten. „Die Ausbeute von 1 Gold,- 3 Silber- und 4 Bronzemedaillen – so viel Edelmetall wie noch nie - kann sich sehen lassen und zeigt, dass unser  Planungs- und Trainingsprogramm aufgegangen ist“, berichtet Trainer Detlef Heidenreich hochzufrieden.

Der 18-jährige Jan Hartwich startete unter den Junioren (99/00). Trotz verminderten Trainings, aufgrund der Abiturvorbereitungen, konnte er seine Leistungen voll abrufen. Gleich in seinem ersten Start verteidigte er seinen Vorjahrestitel auf 50 m R in einer Zeit von 0:28,27. „Es waren eigentlich gar keine guten Voraussetzungen zum Bestreiten eines Wettkampfes“, erzählt Jan Hartwich. „Ich konnte erst nach der Abiturprüfung am Freitag zur Wettkampfstätte fahren, hatte also keine Gelegenheit zum Einschwimmen oder andere Vorbereitung. Dann die Goldmedaille zu holen, damit habe ich gar nicht gerechnet und freut mich umso mehr“, so der Schwimmer weiter.
Im anschließenden offenen Finallauf konnte er seine Zeit noch einmal unterbieten und schlug als siebt-schnellster von ganz Norddeutschland an. Der Rückenspezialist zeigte sich im weiteren Verlauf  überdies gut fokussiert, erzielte mehrere Top Ten Platzierungen und errang außerdem die Silber-medaille auf 100 m R.

Als jüngerer Jahrgang in der Juniorenwertung (00/01) hatte es Lina Timm (2001)  in diesem Jahr besonders schwer. Mit Platz 4 auf 50 m S konnte die Schmetterlingsexpertin ihren Vorjahrestitel nicht verteidigen, zeigte sich aber nervenstark und sammelte in den weiteren Wettkämpfen Top Platzierungen, Bestzeiten und fleißig Medaillen. Die 17-jährige bewies einmal mehr Vielseitigkeit auf der 200 m L Strecke, dies bedeutete Silber in einer Zeit von 2:29,04. Ihr Talent wurde weiter honoriert durch die Bronzemedaillen für ihre herausragenden Leistungen im Wettstreit 200 m R und 100 m S.

Unter den Juniorinnen schwamm ebenfalls Jana Reimchen (2001). In ihrer bevorzugten Lage Freistil startete sie auf den Strecken 50, 200 + 400 m. „Der große Respekte vor der Konkurrenz ließ keine Bestzeiten zu, die mentale Vorbereitung ist schwierig und jeder Wettkampf hat einen hohen Anspruch“, gibt Detlef Heidenreich zu bedenken. So ist die Freude für Jana Reimchen besonders groß, hier mit der Silbermedaille zurück reisen zu dürfen. 

Leonie Kanus (2002) errang an diesem Wochenende ihr erstes Edelmetall auf norddeutscher Ebene - und das gleich doppelt. Denkbar knapp verpasste sie zunächst auf 50 m R Platz 3. Dies intensivierte  ihren Ehrgeiz, die Technik beim Start und Ablauf passte, so dass die Schülerin, neben 2 Medaillen in Bronze (50 + 100 m S) und  weiteren Top Ten Platzierungen, sich auch die Starberechtigung für die anstehenden Deutschen Jahrgangsmeisterschaften sicherte.

Tim Hartwich (2004) kam zunächst nicht gut in den Wettkampf, Start und Anschlag waren nicht optimal. Letztlich konnte er sich bei seinem letzten Start auf 50 m F gut konzentrieren und bewies seine Sprintstärke (0:26,08). Dies bedeutete Platz 8 unter den besten Norddeutschen sowie das Ticket für die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Berlin.

Maxim Reimchen (2001) und Lilly Marie Frommer (2006) präsentierten sich in ihrer Altersklasse  achtbar, insbesondere bei den Staffelwettkämpfen hatten sie ihren wertvollen Einsatz. „Für  Lilly war es der erste Wettkampf auf diesem Niveau, entsprechend aufgeregt war sie an diesen Tagen.  Das Team hat sie gefordert und gefördert, sie hat alles prima umgesetzt“, erzählt Trainer Sebastian Brandt stolz über seinen Schützling.

Auch in der Teamarbeit gab es bemerkenswerte Ergebnisse. Auf Platz 7 kamen die weiblichen Schwimmer in der 4x100 m F und 4 x 100 m Lagen Staffel. Dies in wechselnder Besetzung: Lilly Marie Frommer, Leonie Kanus, Jana Reimchen und Lina Timm.


 Spannende Rennen lieferten sich zudem die mixend Staffeln mit Platz 6 und 4 in wechselnder Besetzung von Jan Hartwich, Tim Hartwich, Leonie Kanus, Jana Reimchen, Maxim Reimchen und Lina Timm.

Trainer Detlef Heidenreich und Sebastian Brandt sind sich einig: „Ein super Ergebnis für unseren kleinen Verein, die Top Platzierungen zeigen die Vielfältigkeit und den Ehrgeiz,  letztlich spiegeln sie den großen und wichtigen Teamgeist wider. Das war ein wirklich gelungener Wettkampf!“